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Ein Hape braucht die Welt

Ich weiß, das klingt vielleicht etwas verrückt. Aber je länger ich darüber nachdenke, desto mehr gefällt mir dieser Gedanke:

Hape Kerkeling als Bundespräsident.

Nicht, weil er ein berühmter Komiker ist. Und auch nicht, weil ich glaube, dass ein Bundespräsident besonders gut darin sein muss, politische Reden zu halten. Sondern weil ich bei Hape etwas sehe, das mir in unserer Zeit immer wichtiger erscheint:

Menschlichkeit.

Ein guter Komiker kennt den Menschen in- und auswendig, weil seine Berufung es fordert. Er muss genau hinschauen, zuhören und spüren, was zwischen den Worten passiert. Er muss verstehen, worüber Menschen lachen, warum sie lachen - und manchmal auch, warum ihnen eigentlich gar nicht zum Lachen ist.

Ein guter Schauspieler weiß, was die Menschheit braucht, und lässt seine Intuition sprechen. Er muss sich in andere Menschen hineinfühlen können, in völlig unterschiedliche Leben und Geschichten. Und vielleicht entsteht genau daraus diese besondere Fähigkeit, Menschen zu erreichen, die auf den ersten Blick gar nichts miteinander zu tun haben.


Quelle & Rechte des Fotos:
Wikimedia Commons,
Category Hape Kerkeling - klicke hier 

Und dann ist da bei Hape etwas, das ich persönlich als Selbstlosigkeit empfinde - wenn mein Blick auf seine Insta Seite schaut. Dieses Gefühl, dass er nicht unbedingt im Mittelpunkt stehen muss, um einen Raum auszufüllen. Dass er Menschen etwas geben kann, ohne ihnen dabei das Gefühl zu geben, über ihnen zu stehen. Vielleicht ist es genau das, was ich an ihm so mag.

Und zu all dem gehört Mut.

Der Mut, anders zu sein. Der Mut, sich zu zeigen. Der Mut, über sich selbst zu lachen. Aber auch der Mut, Haltung zu zeigen, wenn es unbequem wird.

Gerade das finde ich heute so wichtig.

Hape gehört zu den Menschen, die sich klar gegen Rechtsextremismus (dem AfD Verbot) - und für Vielfalt und demokratischen Zusammenhalt positionieren. Und das ist für mich keine Nebensache. In einer Zeit, in der Menschen wieder anfangen, andere Menschen aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Identität oder ihres Andersseins gegeneinander auszuspielen, braucht es Stimmen, die nicht schweigen.

Unser Land braucht Haltung. Und wenn ich ehrlich bin, braucht sie gerade die ganze Welt.

Was ich an Hape dabei besonders bemerkensWERT finde: Er ist selbst eine queere Persönlichkeit und trotzdem nicht jemand, der nur „seine“ Menschen erreicht. Er kann Menschen miteinander verbinden, die aus völlig unterschiedlichen Welten kommen. Vielleicht gerade deshalb, weil er nicht versucht, seine eigene Geschichte über die anderer zu stellen.

Und vielleicht wäre genau das eine wunderbare Aufgabe für einen Bundespräsidenten: nicht zu entscheiden, wer zu uns gehört und wer nicht, sondern uns immer wieder daran zu erinnern, dass wir alle dazugehören.

Ich glaube, wir brauchen keine Menschen an der Spitze, die uns noch lauter erklären, wie gespalten wir sind. Wir brauchen Menschen, die uns daran erinnern, was uns trotz aller Unterschiede verbindet.

Und vielleicht ist Humor dafür sogar eine unterschätzte Kraft.

Denn wer miteinander lachen kann, hat noch eine Verbindung. Wer über sich selbst lachen kann, braucht sich nicht über andere zu erheben. Und wer einen Menschen wirklich sieht, bevor er ihn beurteilt, schafft vielleicht genau das, was uns gerade so sehr fehlt: ein bisschen mehr Verständnis füreinander.

Ich weiß nicht, ob Hape Kerkeling jemals Bundespräsident sein möchte. Vielleicht hat er bei diesem Gedanken selbst erst einmal den Kopf geschüttelt und gelacht.

Aber ich l(i)ebe die Vorstellung.

Nicht weil sie perfekt wäre.

Sondern weil sie für mich etwas verkörpert, wonach ich mich gerade sehne:

einen Menschen mit Herz, mit Haltung, mit Humor und mit Mut. Einen Menschen, der uns nicht größer machen will als wir sind, sondern uns daran erinnert, dass wir alle Menschen sind.

Und vielleicht wäre das in dieser verrückten Zeit gar nicht die schlechteste Eigenschaft für einen Bundespräsidenten.

Hape Kerkeling.

Ich würde mir wünschen, dass wir über solche Möglichkeiten überhaupt wieder nachdenken.

Denn manchmal braucht es vielleicht einen ungewöhnlichen Gedanken, damit wir uns wieder an das Wesentliche erinnern.

An den Menschen. ✨

Ja, und wenn Sie das hier lesen und das so empfindest wie ich, dann unterschreiben Sie gerne die Petition ' Hape Kerkeling als Bundespräsident - ein Zeichen für eine starke Demokratie! '.

Fühlen Sie sich wohl.

Herzlich

Jutta Poppe

www.juttapoppe.de


P.S.: Sie sind gestolpert: Warum ich „Ein Hape“ statt „einen Hape“ schrieb - es klingt herrlich! Die Welt ist so kompliziert, da muss „Ein Hape“ reichen. Der regiert!! ... und es bleibt zum Nachdenken hängen.

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